Maschinen (2015/16)
Die hier zu sehenden Arbeiten sind am Ende des Schuljahres entstanden. Es handelt sich um Bilder, die anschließend in der Halle im Untergeschoss der Kita ausgestellt wurden. Für diese jährlichen Ausstellungsbilder, die auf etwas größeren als den normalerweise genutzten A2-Formaten entstehen, wähle ich i.d.R. ein Motiv, das sich über mehrere Arbeitsschritte realisieren lässt.
Für die Maschinen wurde damit begonnen, die großen Papiere mit Farbe hell zu grundieren. Dafür konnten die Kinder Spachtel und Pinsel nutzen, hauptsächlich wurde aber gespachtelt (ähnlich wurde hier für die Gestaltung des Hintergrunds vorgegangen: https://biwi.a-pro-ku.de/pf/bewegung/). Beim nächsten Termin lagen verschiedene Gegenstände aus unserer Kramkiste und der Werkstatt bereit. Mit der Frottage-Technik entstanden interessante kleine Fragmente, die später die Konstruktion der Maschinen unterstützen sollten. Schließlich wurde beim dritten Termin damit begonnen, die Maschinen zu konstruieren. Hierfür lagen neben den Frottage-Fragmenten, Werkzeug (Hammer, Zangen, Sägeblätter, Zollstock) und eine alte Fahrradkette bereit. Außerdem wurde Klebeband und weicher Telefondraht zum Befestigen oder als Teil der Maschinen eingesetzt. Die Kinder konnten sich so von den Fragmenten und Dingen anregen lassen, indem sie sie zunächst auf ihre Papiere legten und überlegten, wie die einzelnen Teile innerhalb einer Maschine ineinander greifen könnten. Die meisten Kinder arbeiteten alleine, drei Mädchen erfanden gemeinsam eine Malmaschine und zwei der Jungen arbeiteten an einer Fisch-fang-Maschine.
Damit tatsächlich neue Maschinen entstehen würden, hatten wir zu Beginn der Stunde einige Videos mit verrückten Maschinen angeschaut. Gerade die teilweise Sinnlosigkeit bzw. Überdimensionierung, die einen beträchtlichen Reiz dieser Maschinen ausmachte, wurde dabei thematisiert. Die Kinder wurden im weiteren Verlauf darin unterstützt möglichst eigene Ideen für ihre Maschinen zu finden. Tatsächlich doppelte sich am Ende nur die Musikmaschine, wohl weil die beiden Kinder besonders von einem angeschauten Video einer solchen Musikmaschine beeindruckt waren.
Standen die ersten Ideen für den Aufbau und die Funktion der Maschine fest, konnten die gelegten Frottage-Fragmente festgeklebt werden. Die anderen Gegenstände, wie Sägeblätter oder Zangen konnten entweder umzeichnet werden oder mit flüssiger Batikfarbe aus der Sprühflasche aufgesprüht werden, um so eine Negativform zu erhalten. Das Sprühen mit der Batikfarbe übernahm ich, da unsere Pumpsprühflaschen für die kleinen Hände der Kinder leider zu unhandlich sind und die Farbe dann kleckst statt sich gleichmäßig zu verteilen (ich bin dankbar für Hinweise, wie dies besser gelingen könnte).
Schließlich wurde die Konstruktionslogik der Maschinen im Gespräch mit den Kindern geprüft und die Kinder ergänzten ggf. notwendige Verbindungen und andere Elemente durch Einkleben bwz. Einsprühen weiterer Teile oder zeichnerisch. Auch die Bewegungen und Abläufe innerhalb der Maschinen machten die Kinder durch Einzeichnen von Pfeilen deutlich.
Auswahl der mit den Kindern betrachteten Videos: Musikmaschine, Lichtanschaltmaschine, Plätzchenmaschine, animierte Musikmaschine