Kramecken (2006/07)
Drei aufeinander zulaufende Linien werden mit Kohle auf ein großes Papier gezeichnet. Die so entstandenen Flächen werden farblich gestaltet, so dass der Eindruck einer Ecke mit zwei Wänden und Boden entsteht. Hell-Dunkel-Modulationen vermitteln ggf. den Eindruck von räumlicher Tiefe. Die getrocknete Malerei wird beim nächsten Termin als Hintergrund genutzt und bildet den Ausgangspunkt für Überlegungen dazu, was sich alles in einer verkramten Ecke angesammelt haben könnte. Die sieben- bis zehnjährigen Kinder der Malgruppe zeichnen verschiende Dinge mit Kohle in ihre Ecken, die später mit Gouache von der Palette ausgemalt werden. Eine im Malatelier nachgestaltete Ecke verdeutlicht die darstellerische Herausforderung durch Überschneidungen und Anordnungen von Dingen im Raum. Einige Kinder setzen mit Zeichenkohle Schatten unter bzw. hinter die dargestellten Dinge und verstärken so den Eindruck von räumlicher Tiefe in ihrem Bild.