Brücken aus Ton (2009/10)
Brücken sind allen Kindern gut bekannt. Sie verweilen in der Regel gerne auf Brücken und schauen hinab. Wir überlegen gemeinsam, was man unter oder auf Brücken sehen könnte und wozu wir eigentlich Brücken benötigen. Für die Kinder sind lange Tonstreifen vorbereitet, die sie bogenförmig aufstellen können und dann mit zusätzlichem weichen Ton Gegenstände oder Lebewesen formen, die auf der Brücke zu sehen sind.
Brücken-Schatten-Gespenster (2009/10)
Die gebrannten Brücken stehen am Fenster und die Morgensonne wirft skurille Schatten, die die meisten von uns an Gespenster erinnern. Hiervon angeregt wird für den nächsten Termin eine Schattenecke im Atelier eingerichtet, die einen gezielten Schattenwurf mit einer alten Stehlampe ermöglicht. Die Kinder richten ihre Tonbrücken so aus, dass ein interessantes Gespenst im Schatten zu sehen ist. Mit weicher Zeichenkohle wird der Umriss auf dünnem, grauen Papier nachgezogen und die Schattenfläche ausgefüllt (gewischte Zeichenkohle). Die Zeichnungen werden ausgeschnitten und die Schattengespenster schließlich in ein angemessenes Umfeld gesetzt. Die Kinder überlegen, wo die Gespenster ihr Unwesen treiben und gestalten den Umraum in selbst gemischten Grautönen. Begleitet wurden die Arbeiten zudem von der Bilderbuchgeschichte „Jonas und die Nachtgespenster“ (2008, Tanja Dückers/ Nina Spranger), in der nachts durch fehlendes Licht und fehlende Farbigkeit manche Dinge unheimlicher aussehen als sie sind.