Figuren in Bewegung (2013/14)
Kinder im Vorschulalter stellen Menschen meist noch stark vereinfacht dar. Die Frage war, wie man sie darauf aufmerksam machen könnte, dass Menschen verschiedene Erscheinungsformen haben, je nachdem ob sie stehen, laufen, gehen, hüpfen etc., und wie sie dies, trotz ihrer reduzierten figürlichen Darstellung, bildnerisch umsetzen könnten.
Wir gehen hierfür zunächst gemeinsam in die Halle vor dem Malraum. Die Kinder arbeiten paarweise, eines stellt eine Bewegung nach (z. B. das Schießen eines Fußballs) das andere legt die Stellung des Rumpfes, der Arme und Beine mit Streichhölzern nach. Liegen die Hölzer richtig, wird ein kleines Zeichenpapier darüber gelegt und das gelegte Strichmännchen durch Frottage festgehalten. Manche Kinder gehen schon hier dazu über auch frei Strichmännchen, entsprechend des Modells, aufzuzeichnen.
Von der Arbeit am letzten Thema sind viele große Papierschnipsel übrig geblieben. Diese werden genutzt, um eine Hintergrundstruktur auf ein großes Zeichenpapier zu wischen. Dafür wird Zeichenkohle auf einen Schnipsel gestrichen und das Pigment dann über den Schnipselrand auf das große Zeichenpapier gewischt. An den Kanten entstehen so Kohlespuren, die durch Wiederholen des Verfahrens einen räumlichen Eindruck ergeben. Die durchgeriebenen Strichmännchen werden grob ausgeschnitten und auf diesem Hintergrund arrangiert. Dabei wird überlegt, was die Menschen hier tun und wo sie sich befinden – auf einem Sportplatz, in einer Turnhalle, im Park … Den Frottagen werden soweit die Kinder dies bereits können weitere Figuren hinzugefügt, die frei gezeichnet werden.
Ältere Kinder haben das Thema in der Kinderwerkstatt Grunewald einige Jahre zuvor ähnlich umgesetzt: https://biwi.a-pro-ku.de/pf/bewegung/